Hörgeräte täglich tragen – warum 8 bis 9 Stunden wirklich sinnvoll sind
Hörgeräte wirken nur dann so, wie sie sollen, wenn das Gehirn regelmäßig mit den neuen Höreindrücken arbeiten kann. Dafür braucht es keine 16 Stunden Tragezeit – aber auch deutlich mehr als „nur bei Bedarf“. Entscheidend sind konstante 8 bis 9 Stunden täglich, damit das Hören Schritt für Schritt leichter wird.
Zurück zum NewsbereichWarum Sie Ihre Hörgeräte nicht nur „bei Bedarf“ tragen sollten
Viele denken: „Ich setz sie halt auf, wenn ich’s brauche – Fernsehen, Gespräche, fertig.“ Klingt erstmal vernünftig. Aber: So funktioniert’s leider nicht.
Das Gehirn braucht konstanten Input, um besser mit den neuen Klängen klarzukommen. Wenn Sie Ihre Hörgeräte nur gelegentlich tragen, bleibt alles irgendwie anstrengend. Gespräche sind mühsam, Hintergrundgeräusche nerven – und man hat schnell das Gefühl: „Bringt doch eh nix.“
Aber wer seine Hörgeräte wirklich täglich trägt, erlebt das Gegenteil: Sprache wird klarer, Geräusche lassen sich besser einordnen, selbst das Summen vom Kühlschrank stört plötzlich weniger.
Und: Sie hören nicht nur besser – Sie sind auch sicherer unterwegs. Sirenen, hupende Autos, Schritte hinter Ihnen – das alles kommt wieder bei Ihnen an.
Deshalb: Nicht nur tragen, wenn Sie es für nötig halten. Sondern einfach… regelmäßig.
Empfohlene Tragedauer von Hörgeräten:
Wie viele Stunden pro Tag sind sinnvoll?
Gerade am Anfang ist es okay, klein anzufangen: Zwei bis drei Stunden täglich reichen für den Einstieg völlig. Längere Tragezeiten würden viele Hörgerätenutzer ohnehin überfordern.
Wichtig ist nur, dass Sie die Tragedauer Schritt für Schritt steigern.
Ziel sind etwa acht bis neun Stunden pro Tag – und zwar möglichst am Stück oder mit nur kurzen Pausen. Mehr ist nicht nötig, weniger bringt zu wenig Training.
Die Standardfrage: „Reichen 9 Stunden?“ – Ja. Das ist genau der Bereich, in dem das Gehirn genug Hörinformation bekommt, auch in ruhigen Situationen wie Lesen oder Spazierengehen. Diese ruhigen Momente sind essenziell für das Hörtraining.
Was sich verändert, wenn Sie Ihre Hörgeräte wirklich regelmäßig tragen
„Alles ist so laut!“ – Das sagen viele, die neu mit Hörgeräten starten. Und ja, das stimmt. Das Ticken der Uhr, das Klirren vom Geschirr – all das war vorher weg. Jetzt ist’s wieder da. Und zwar laut.
Aber keine Sorge: Ihr Gehirn gewöhnt sich daran. Es lernt, was wichtig ist – und blendet den Rest Stück für Stück aus. Und plötzlich wird das Hören nicht nur leichter, sondern auch angenehmer. Gespräche klingen natürlicher, Musik schöner, Stimmen klarer.
Wer seine Hörsysteme konsequent trägt, merkt schnell: Das Hören wird wieder Teil des Lebens.
Nicht perfekt vielleicht – aber ziemlich gut.
Hörtraining und Tragezeit der Hörgeräte:
Warum 9 Stunden sinnvoll sind
Ein Hörgerät ist kein Wunderding. Es ist wie ein Trainingsgerät für Ihr Gehör. Und wie bei jedem Training heißt es: dranbleiben.
Wir empfehlen:
mindestens 8 Stunden pro Tag, idealerweise bis zu 9 Stunden, je nach Alltag.
Das heißt nicht, dass Sie gleich am ersten Tag so lange durchhalten müssen. Aber: Jeden Tag ein bisschen mehr, bis es sich normal anfühlt.
Praktische Tipps vom Hörakustiker für die tägliche Nutzung
Praktische Tipps vom Hörakustiker für die tägliche Nutzung
Damit Hörgeräte ein fester Teil Ihres Lebens werden, helfen einfache Gewohnheiten:
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Routinen schaffen – Setzen Sie Ihre Geräte morgens ein und tragen Sie sie mehrere Stunden am Stück.
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Tragezeit steigern – Verlängern Sie die Dauer Schritt für Schritt, bis Sie Ihre 8–9 Stunden erreichen.
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Pflege beachten – Reinigen Sie Ihre Hörgeräte täglich. Nur saubere Geräte bieten optimale Klangqualität.
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Unterstützung nutzen – Vereinbaren Sie bei Bedarf einen Termin beim Hörakustiker, um die Einstellungen zu prüfen.
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Vielfalt trainieren – Tragen Sie die Geräte auch in ruhigen Momenten, nicht nur in Gesprächen.
Auch wichtig: Vertrauen Sie Ihrem Gefühl. Wenn es Tage gibt, an denen die neuen Geräusche anstrengend sind oder das Tragen schwerfällt – machen Sie sich keine Sorgen. Das ist ein normaler Teil der Eingewöhnung.
Hörgeräte optimal nutzen:
So wird das Hören wieder zum Erlebnis
Wer seine Hörgeräte wirklich täglich trägt – also nicht nur hin und wieder, sondern über viele Stunden –, merkt oft schneller als gedacht: Da tut sich was.
Gespräche werden klarer, Musik macht wieder mehr Spaß, und selbst leise oder diffuse Geräusche lassen sich besser einordnen.
Kurz gesagt:
Regelmäßige Tragezeit verbessert nicht nur das Hören, sondern auch das Wohlbefinden.
Hörtraining von Anfang an: Ihr Schlüssel zu kürzeren Gewöhnungszeiten
Ohne gezieltes Hörtraining dauert die Eingewöhnungsphase oft 10 bis 12 Monate – eine lange Zeit, in der vieles noch ungewohnt und anstrengend klingt. Mit professionellem Hörtraining verkürzt sich dieser Prozess dagegen auf rund 14 Tage. Sie hören schneller klarer, fühlen sich sicherer und gewinnen früher Lebensqualität zurück.
Wenn Sie ein Hörgerät verschrieben bekommen haben, begleiten wir Sie bei BÖGL Hörakustik auf diesem Weg. Mit Geduld, Erfahrung und alltagstauglichen Übungen helfen wir Ihnen, Schritt für Schritt Vertrauen ins neue Hören zu entwickeln.
Denn am Ende geht es nicht nur um die Technik im Ohr – sondern darum, dass Sie sich im Alltag wieder frei, selbstbewusst und ganz selbstverständlich mittendrin fühlen.
FAQ
rund ums Tragen von Hörgeräten – ganz praktisch erklärt
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Am besten setzen Sie Ihre Hörgeräte morgens ein und nehmen sie abends wieder heraus – also rund 16 bis 18 Stunden täglich. Nur so kann das Gehirn sich an die neuen Klänge gewöhnen. Wer gerade erst startet, darf klein anfangen: Zwei bis drei Stunden am Tag sind okay, wichtig ist die schrittweise Steigerung.
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Meist nicht. Auch ruhige Momente wie Spaziergänge oder Kaffeepausen sind wertvolles Training fürs Gehirn. Ziel ist daher eine ganztägige Nutzung – ähnlich wie bei einer Brille.
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Nein. Zum Schlafen legen Sie die Geräte ab, am besten in die Ladestation oder ins Trockengerät. Tagsüber gilt: so oft wie möglich tragen.
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Ja – und das spürbar. Ohne gezieltes Hörtraining dauert die Eingewöhnungsphase oft 10 bis 12 Monate. Mit professionellem Hörtraining verkürzt sich dieser Prozess auf etwa 14 Tage. Das bedeutet: schneller Klarheit beim Hören, weniger Anstrengung im Alltag und früher zurückgewonnene Lebensqualität.
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Ja. Wer wieder besser hört, bleibt geistig wacher und aktiver im Alltag. Fehlen akustische Reize über längere Zeit, kann das Denken und Erinnern schwerer fallen.
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